10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?- Kinostart und Verlosung


Der neue Film von Valentin Thurn rechnet ab mit der Nahrungsmittelproduktion von heute und sucht nach Alternativen für den Speiseplan von morgen. Nach "Taste the Waste" kommt am 16. April der neue Film zum Thema Ernährungssouveränität und Nahrungsmittelknappheit in die Kinos. 

10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?

Am 16. April kommt nach "Taste the Waste" der neueste Film von Valentin Thurn in die Kinos. Wir durften den Film bereits sichten und sind begeistert. Zwischen Zerstörung und Raubbau an unserer Umwelt schafft es "10 Milliarden" in einer Reise um den Globus Optimismus zu streuen, ohne die Ausmaße menschlicher Natureingriffe zu relativieren. Unverständnis und Wut, Zerstörung und Elend werden umgelenkt in ein aktivierendes Gefühl des Glauben an die Veränderbarkeit der Dinge.

Graswurzelbewegungen rund um den Globus

Was also sind zwischen all den wissenschaftlichen Abhandlungen und Schlagzeilen rund um die Zerstörung unserer Welt konkrete Lösungsvorschläge? Ein paar davon verstecken sich in den 100 Minuten von "10 Milliarden - Wie werden wir alle satt". Als kleine Inseln über den Globus verteilt, säen sie den Samen für ein breites Netz an regionalen Strukturen, die Alternativen nicht nur denken, sondern leben.

Saatgut, Transition Town und Urban Gardening

So vielseitig wie die Probleme der Klima- und Verteilungsungerechtigkeit, der Nahrungsmittelknappheit und Ausbeutung von Mensch und Natur unter der Flagge des Kapitalismus, so facettenreich sind die vorgestellten Institutionen, Initiativen und Gemeinschaften, die sich an Lösungsvorschlägen versuchen. Von der High-Tech-Industrie in Japan über die lokale Saatgutbank in Indien, die Transition Town Bewegung in Groß Britannien oder eine amerikanische Initiative, die versucht, auch den ärmeren Vororten über Urban Gardening (Stadtgärten) Gesundes und Frisches zur Verfügung zu stellen - überall auf der Welt, so wird deutlich, sind es Menschen, die die Probleme in der Nahrungsmittelversorgung verursacht haben und die es in ihrer Hand und Verantwortung haben, umzulenken und zu -denken. 

Wir sind auf dem Holzweg...

...ob wir es noch in der Hand haben auf den richtigen Pfad abzubiegen, werden wir nur herausfinden, wenn wir es gemeinsam versuchen. Der Film "10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?" hinterlässt neben großen Fragezeichen erste Lösungsideen. Packen wirs an!

Was tut ihr für Eure Umwelt? Mülltrennen? Bäume Pflanzen? Hinterlasst einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel, was ihr glaubt, an welcher Schraube wir alle schon heute drehen könnten für ein ausgewogeneres und faires Zusammenleben im Zusammenspiel mit der Natur. Unter den Kommentaren verlosen wir 4x2 Karten zum Kinostart.

Wie werden wir alle satt?

Essen formt das Zentrum unseres sozialen Miteinanders. Unsere Tagesstruktur rankt sich um die Einnahme von Mahlzeiten, die Einrichtung unseres Wohnumfeldes ist gekoppelt an Funktionalität und Wohlgefühl in der eigenen Küche, ein Großteil unserer Ausgaben fließen in Mieten und Nahrungsmittel und das Wichtigste: Die Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Der Stellenwert, den Nahrungsmittel in unserem Leben einnehmen, geht selten einher mit einem Bewusstsein für Herstellungsbedingungen, Warenwege und die Frage nach dem "Wie lange können wir so weiter machen?".

Versiegende Ströme

Das Bewusstsein für die Endlichkeit unserer Ressourcen wächst. Themen nachhaltiger Ernährungsgewohnheiten, Bio- und Öko-Label, regionaler Versorgerstrukturen und umweltfreundlicher Erzeugerkonzepte werden zunehmend in der breiten Öffentlichkeit verhandelt.

Das Szenario glücklicher Tiere, prächtiger Wiesen, fruchtbarer Äcker und gesunder Menschen, eins mit ihrer Natur und ihren Nahrungsmitteln, bebildert den Traum vom nachhaltigen Leben. Gefüttert wird der Ruf nach Alternativen zu unserer räuberischen Lebensweise durch Nachrichten über versiegende Ressourcen-Ströme, verknappte Lebensmittel- und Wasservorräte, Kriege um Öl und seltene Erden, fruchtbare Territorien und Gestaltungshoheit. Der gierigste Ressourcen-Schlot? Die Agrarindustrie. Keine schmackhaften Aussichten für die Ernährung der Zukunft.

Die Suche nach Lösungen für die Ernährung der Welt

Die Literaturvorlage "Harte Kost" und der Film "10 Milliarden - Wie werden wir satt?" versuchen sich in einem Spagat zwischen realistischer Zustandsbeschreibung, fundierter und ungeschminkter Bewertung der Zukunftsaussichten und einem Blick in eine Gesellschaft, die Ressourcen nicht verschlingt, sondern wertschätzt und einen Weg findet, die Ernährung der Weltbevölkerung fair und hierarchiefrei zu sichern.

Die alte Mär der Agrarindustrie

Die Macher räumen auf mit der alten Mär der Agrarindustrie, die nicht müde wird zu behaupten, der stetig wachsende Bedarf an Nahrungsmitteln sei nur über Konzepte der konventionellen und ressourcenfressenden Lebensmittelproduktion der aggressiven Landwirtschaft zu stemmen. Sie suchen den Dialog, versuchen sich in der Einnahme verschiedenster Perspektiven - und erlauben sich ein Urteil über Argumente und Handlungsoptionen.

Die Akteure der Agrarindustrie drehen sich mit ihrer Argumentation im Kreis, der Welthunger sei nur mit ihren Konzepten von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln bis hin zu Pillen, intensivster Landwirtschaft und Tierhaltung zu stillen. Sie bieten Lösungen auf Fragen, die ohne sie nicht beantwortet werden müssten. Doch auch alternative Erzeuger- und Versorgermodelle sind nicht frei von Schwachstellen. Was können CSA, Permakultur, solidarische Landwirtschaft und Co. leisten? Das Buch vergeht sich nicht in moralischer Federführung und voreiligen Schlüssen. Großindustrielle und alternative Lösungsansätze für die Frage nach der Ernährung der Welt werden von ihren "Machern" vorgestellt. In der Gegenüberstellung entsteht die Diskussion, deren Fazit ein optimistisches ist.

Optimismus ist angebracht

Fest steht: Die Weltbevölkerung wird weiter wachsen. Ebenfalls ein Fakt: Die Ressourcen unseres Planeten sind endlich, allen voran der uns allen zur Verfügung stehende Platz. Die Aussichten, alle Menschen gleichermaßen ausgewogen und gesund mit Nahrung zu versorgen sind unter heutigen Produktions- und Konsumbedingungen keine, die Raum für optimistische Zukunftskonstrukte bieten.

Fragen der Ernährungssicherheit, des souveränen Zugangs zu Produktion und Verteilung und der ökologischen Ausbeutung finden in der Maschinerie der Gegenwart keine tragbare Antworten - es sei denn, wir folgen Regisseur und Autoren auf den Spuren der Graswurzelbewegungen, die bemerkt oder unbemerkt langsam zu immer größeren Inseln heranwachsen und es hoffentlich schaffen werden, die kritische Masse zu erreichen und sich zu einem Netz nachhaltiger Ernährungskonzepte zu verweben.

Tickets zu gewinnen

Wir haben Tickets unter den Kommentaren verlost. Gefragt waren die kleinen Beiträge zum Umweltschutz. Wir gratulieren den Gewinner*Innen und wünschen viel Spaß im Kino!

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Wir betreiben Community Gardening und beschäftigen uns damit Menschen, welche keinen ausreichenden Zugang zu Gartenfläche haben, die Möglichkeit zu geben sich aktiv in der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion einzubringen. Weiters begleiten und ermöglichen wir ein alljährliches Schulprojekt welches Kindern den Zugang zur Lebensmittelproduktion und Natur vermittelt. Anbei Links zur Idee (zum Teil leider noch nicht aktualisiert)

http://www.ogv.at/xCMS5/WebObjects/nexus5.woa/wa/article?id=9099&rubric…
http://www.vs-bezau.www4.vobs.at/news/article/kartoffeln-im-bahnhofsgar…

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Die Gewinner*Innen stehen fest.

Herzlichen Glückwunsch an "Rainbow", Kathi und Sabrina.
Schreibt uns eine Mail an Maria@mundraub.org mit Eurer Adresse, dann bekommt Ihr demnächst die Tickets. Viel Spaß im Kino und Dank an alle für die Beteiligung, die nächste Verlosung kommt bestimmt!

Irgendwie irritieren mich hier die Kommentare a la "Mülltrennung sollte heute ja wohl selbstverständlich sein".

Mülltrennung ist inzwischen zu einem Feigenblatt der Wirtschaftswachstumsideologie degeneriert, grundlegendere Fragen sind: Wie vermeiden wir Müll? Was passiert mit dem (getrennten) Müll?

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Mülltrennung etc, ist ja absolutes Standard.
mein Plus: vegane high carb Ernährung, Bio, oft fairtrade

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Wir engagieren uns mit den Lebensmittelrettern Düsselforf und retten aussortierte Lebensmittel von Kooperationspartnern :)

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Bewusstes Einkaufen gehört zu unserem alltäglichen Handeln dazu. Das bedeutet, dass wir möglichst regionale und saisonale Produkte kaufen und vorallem nur soviel, wie wir auch verbrauchen. Dadurch wird bei uns im Haushalt fast kein Essen weggeworfen. Außerdem benutzen wir ausschließlich Recycling-Küchen- & Toilettenpapier, um die Umwelt ein wenig zu schonen. Wir bauen mit Freude eigenes Obst und Gemüse an und genießen dann die Ernte von ungesprizten, reif gepflückten Weintrauben, Äpfeln, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren und Co., die noch dazu keine Transportwege hinter sich haben.
Mülltrennung ist ebenso eine Selbstverständlichkeit, wie Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen. Das sind zwar alles Kleinigkeiten, in ihrer Bedeutung sind sie aber nicht minder wichtig! Durch bewussteres Alltagshandeln kann schon viel bewegt werden.

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Ich stehe für Naturverbundenheit und materiellen Minimalismus, für natürliche Ernährung mit allem, was uns die Natur an Köstlichkeiten schenkt, deshalb lebe ich meine Berufung und gebe Ernährungsberatung und -therapie und Kulinarische Wildpflanzen- und Pilzlehrkurse.

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-Wildpflanzen sammeln
-Foodsharing
-Mülltrennung
-Bio kaufen
-Nichts verschwenden
-Jutebeutel statt Plastiktüten
-Second Hand in jeder Hinsicht
-Menschen überzeugen
:3

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Meine Taten voller Überzeugung sind:

- foodsharing & aktiv foodsaverin sein
- Ich hasse Plastikverpackungen beim Einkauf und achte bewusst auf frei verfügbare Waren, wenn ich denn mal einkaufen gehe. Zum Transport nutze ich ausschließlich Stofftaschen
- Wenn ich einkaufen gehe, kaufe ich bewusst Waren die evtl. schon 'Macken' haben oder nicht mehr so schön aussehen oder die Verpackung einen Knick hat o. ä.
- Eierschalen zu einem Lädchen um die Ecke zurückbringen, der sie wiederverwenden kann
- Produkte mit Palmöl schaffen es mit mir nicht aus dem Laden
- eigene Kräuter auf dem Balkon sind mir die liebsten

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Ich engagiere mich für essbare Wildpflanzen, und hier speziell für die Brennnessel als zukünftige Kultur- und Eiweißpflanze. Unter anderem mit einem Blog, einer Webseite und verschiedenen facebook Instrumenten ;)

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Mülltrennung sollte heute ja wohl selbstverständlich sein. Dazu lassen wir keinen Müll draußen rumliegen sonder schmeißen ihn in den Mülleimer, verzichten, soweit es geht auf Verpackungen, indem wir hauptsächlich auf dem Markt einkaufen und zum Einkaufen immer eigene Taschen mitbringen, haben ein Sodagerät und verzichten damit auf den Kauf von verpacktem Wasser, und wir haben im Sommer immer genug blühende Pflanzen auf unserem Balkon, damit die Bienen etwas zu essen finden - schließlich lieben wir Honig! :-)

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Loka samasta sukino bhavantu.
Anstreben, dass alle glücklich werden. Win-Win-Situationen herstellen und raus aus System des Gewinnstrebens. Zusammenarbeiten. Kleine Gemeinschaften gründen, die lokal anbauen und wieder richtige Bauern statt Landwirte etablieren. Dann steigt die Kreativität für Lösungen, die den Boden wieder gesunden lassen und uns allen gut tun.

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Wir engagieren uns in Schweinfurt aktiv, in dem wir eine Foodsharing Gruppe aufbauen und Lebensmittel bei Betrieben abholen, um sie vor der Mülltonne zu retten.