Eine Apfelhälfte für jeden Berliner

Unsere Auswertung des Berliner Baumkatasters ergab, dass es in der Hauptstadt 1.500 Apfelbäume im öffentlichen Raum gibt. Da ein ausgewachsener Baum bis zu 100 Kilogramm Äpfel tragen kann (siehe Erntecampleitfaden Seite 4), reifen an den Gestaden Spreeathens also um die 150 Tonnen Äpfel. Klingt zwar viel, aber bei dreieinhalb Millionen Einwohnern ist das weniger als eine Apfelhälfte für jeden Haupstädter.

Anders sieht es im ländlichen Brandenburg aus. Aufgrund einer ähnlichen Historie wie in Sachsen-Anhalt wird es auch in der Mark wahrscheinlich mehrere hunderttausend öffentliche Obstbäume geben, also mehr als genug für die Bewohner des ländlichen Raumes. Das bedeutet in unserer Logik, dass zum einen mehr Obstbäume in der Stadt gepflanzt werden sollten und zum anderen mehr Städter aufs Land fahren und bei der Ernte helfen müssten. Für das eine gibt es zum Beispiel unser Projekt Nachwuchs und für das andere die stadtnahen Erntecamps. 

Beim mundraub-Erntecamp vor zwei Wochen haben wir knapp 6 Tonnen auf einer Streuobstwiese mit Freunden und Menschen aus der mundraub-Community geerntet und in der Mosterei Ketzür bei Brandenburg an der Havel vermostet. Der Verkehrsclub Deutschland hat einige Kilometer entfernt ebenfalls ein Erntecamp im Havelland durchgeführt und viel, viel Saft gemacht. Hunderte Flaschen warten nun auf die Abholung durch die fleißigen Erntehelfer im mundraub-Büro.

Wir wünschen euch allen einen goldenen Herbst und noch ein paar schöne Ernteerlebnisse. Schaut gern auf der Aktionenseite vorbei, ob es in eurer Nähe eine Ernteaktion gibt oder erstellt einfach selbst eine.