Eifeler Oliven aus heimischen Schlehen

Die Schlehe, oder auch Schwarzdorn genannt, ist eng verwandt mit der Mandel und duftet während der Blütezeit sogar dezent nach ihr. Die dornigen Büsche laden nicht gerade dazu ein, die Früchte zu sammeln. Der Aufwand lohnt sich jedoch, denn die Beeren haben sehr heilsame Eigenschaften. Sie sind recht sauer und wirken zusammenziehend, weshalb sie bei Durchfall und Magenbeschwerden, aber auch  zur Kräftigung des Zahnfleisches eingesetzt werden. Auf der mundraub-Karte sind inzwischen schon fast 500 Schlehen-Fundorte kartiert, zum Beispiel hier in Erlangen.

Wie du Schlehen am besten erntest, kannst du im folgenden Video sehen

Der hohe Vitamin-C-Anteil wirkt stärkend auf das Immunsystem. Ideal also für kalte Wintertage, denn die beste Erntezeit für die Beeren ist nach dem ersten Frost. Durch die Kälteeinwirkung verlieren Schlehen an Gerbstoffen und werden so mild und genießbar. Falls du sie schon eher ernten möchtest, empfiehlt es sich, die Beeren mindestens 24 Stunden lang ins Tiefkühlfach zu legen. Aus Schlehen kannst du mehr machen als Likör, Schlehensaft oder Marmelade.

Im Kapitel über mundraub im Buch Taste the Waste findest du zum Beispiel diese Alternative zu eingelegten Oliven aus Schlehen - so genannte "Eifeler Oliven" oder "Schlehen-Oliven". Du brauchst:

  • 1 kg Schlehen
  • 4 Zweige Thymian
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 TL Nelken
  • 1 Liter Wasser
  • 300 g Salz (hier schon vorportioniert )

Koche das Wasser mit Salz und den Gewürzen auf und lasse es abkühlen. Fülle die Schlehen in Gläser und gieße anschließend Salzlake über die Früchte. Gläser fest verschließen und für mindestens vier Wochen an einen kühlen, dunklen Ort stellen. Werde kreativ und bastle ein hübsches Etikett, dann hast du ein weiteres Weihnachtsgeschenk für deine Lieben.

Schlehen