Esskastanie

Goethe liebte Maronen so sehr, dass er sich jedes Jahr eine ganze Kiste von seiner Mutter schicken ließ und sie im Buch Soleika besang.

Herkunft & Verbreitung
Die Esskastanie oder Edelkastanie deren Früchte Marone genannt werden gehört zur Familie der Buchengewächse und ist damit ein direkter Verwandter der Buche und nicht, wie oftmals falsch angenommen, der Rosskastanie. Wichtige Anbaugebiete sind China, Türkei und Italien. In Deutschland wächst sie vorwiegend in wärmeren Weinanbauklimaten, da sie frostgefährdet ist.

Erkennungsmerkmale
Dieser Baum ist stattlich mit säulenförmiger Krone. Am auffälligsten sind die schlanken, cremeweißen, intensiv riechenden Blütenstände. Ihrer Früchte wegen kommt es manchmal zu Verwechslungen mit der Rosskastanie. Allerdings sind die Stacheln der Schale der Marone viel dünner, länger und dichter.

Blüte & Erntezeit
Im Juni und Juli sieht und riecht man schon von weitem die cremeweißen Blütenstände. Die Nüsse werden im Oktober geerntet.

Wissenswertes und Verarbeitung
In den armen, getreidelosen Bergregionen der Alpen erlangte der Baum eine hohe Bedeutung als Nahrungsmittel und Nutzholz. Heutzutage kennt man die süßlichen Früchte hauptsächlich in gerösteter Form auf Weihnachtsmärkten. Besonders im südlichen Alpengebiet spielen Gerichte mit Maronen immer noch eine große Rolle. Die Blätter enthalten Gerbstoffe und werden gegen Erkrankungen der Atemwege, Rachenentzündung und Durchfall eingesetzt.

Lateinischer Name
Castanea sativa
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Name des Fotografen
Maja Dumat
Lizenz
CC BY 2.0